Boris allein auf Reisen

INDIEN 2020
भारत गणराज्य

07|01|20 ›››› 12|02|20


China 2007

Reise nach China: Shangh., Peking, Xian, Langmusi, Huangsh. + Hkg. ...mehr?

Myanmar 2010

Reise nach Thailand und Myanmar: Rangun, Bagan, Mandalay, Sittwe. ...mehr?

Myanmar 2015

Reise nach Myanmar: Rangun, Bagan, Inle-See und Thailand. ...mehr?

Asien 2018

Reise nach Thailand und Sri Lanka. ...mehr?

Reisetagebuch


    39 Einträge     Seite 1   
1   2   3   4   5   6   7   8   
Orchha | Indien | Freitag - 24.01.2020 - 10:09 - GOOGLE MAPS 
19 Fortsetzung des Vorhergehenden

Da ich gestern konservativ geschätzt eine Million Fotos geschossen habe, stelle ich hier noch ergänzend ein paar ein. Ich freue mich schon drauf, wenn Susanne mir beim Auswählen hilft. Text zu heute folgt später.


nächstes ziel:  Unbekannt

Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020
0 Kommentar[e] lesen/ eintragen   nachricht an boris | _ _ _ _ _
Eintrag vorhernach obennächster Eintrag

Kommentare - Beitrag

Keine Kommentare vorhanden...
Orchha | Indien | Freitag - 24.01.2020 - 06:36 - GOOGLE MAPS 
18 Diverse Paläste

Trotz der dezenten Trommeln und Tempelgesänge am Abend gut geschlafen. Heisswasser kommt, ist eben auch Deluxe. Gehe zum Zentrum, also zur Strassenkreuzung 200m weiter und nehme an einem Strassenstand einen frittierten Gebäckkringel und einen Kaffe. Der Kringel besteht praktisch nur aus Zucker und der Kaffee später auch. So gestärkt enter ich den Bereich hinter der Strasse. Ich finde mehrere Ruinen, einen entspannten Markt und einen grossen Platz vor einem weißen Tempel mit quitschbunten Applikationen in rosa und orange, der Rāmarāja  Mandir, also der „König-Rāma-Tempel“. Das war ursprünglich ein Palast aus dem 17. Jrhdt. und wurde später als Tempel umgenutzt. Drumherum lebhaftes Treiben, auch viele Bettler und einige der immer leicht verwirrt wirkenden Männer mit starrem Blick, wirrem langem Haar und gleichem Bart. Alles ist eher auf locals eingerichtet, ich werde nur halbherzig angesprochen. Der Tempel wird offensichtlich sehr gut angenommen, es ist voll, die Menschen strömen rein und raus und es erklingt ekstatische Musik. Gehe auch kurz rein und es ist tatsächlich interessant, überall betende Menschen und ganze Gruppen, die sich wiegen, trommeln und singen.



Neben dem lichten, weitestgehend fröhlichen Tempel ein mächtiges, dunkel aufragendes Gebäude, der Chaturbhuj-Tempel, hier muss die böse Schwiegermutter wohnen. Steige düstere Treppen hoch und betrete einen dunklen, kathedralenhaften großen Raum, allerdings mit kahlen abgerissenen Wänden. Von draußen dringt fahles Licht rein. Eine alte Stahltür öffnet sich knarrend, nein, nicht wirklich, hat aber eine sehr eigene Stimmung. Werde relativ schnell von einem Wärter unter den Arm geklemmt, der einfach davon ausgeht, dass ich aufs Dach will. So früh kann ich mich kaum wehren. Er schliesst ein Gitter auf und wir steigen schmale krumplige Treppen ohne jegliches Licht hoch und krümmen uns unter ca. 1,3 m hohen Türen durch. Zwischendurch immer wieder schöne Blicke nach innen ins Gebäude und nach außen auf 2 ebenfalls riesige alte Gebäude. Auf dem Dach ein toller Blick in alle Richtungen. Er zeigt mir einen riesigen Geier der hier haust und sich auch tatsächlich kurz bewegt, damit ich das glaube, ein Eulenpaar in einer Nische und scheucht eine Papageienherde für mich auf. Irgendwann gehen wir runter und er ist kurz mit dem Geld unzufrieden das ich ihm gebe. Wir kriegen uns aber beide wieder ein und es gibt einen versöhnlichen Händeschlag. Gehe hinten raus und stelle fest, dass es noch 2 weitere Strassen im Ort gibt, überwiegend gefüllt mit Strassenständen, das war es dann aber auch wirklich. Noch ein Gespräch mit einem netten Local, ich warte immer darauf, was sie mir jetzt verkaufen wollen, aber manchmal kommt da tatsächlich nichts, vielleicht bin ich einfach zu negativ. Durch eine kleine Marktstraße, über eine kleine Brücke und ich stehe vor den 2 anderen schlossartigen Gebäuden. Diesmal akzeptablen Eintritt gezahlt und das erste Gebäude geentert. Ein Palast aus dem 17. Jrhdt., Jehangir Mahal, erbaut von einer kurzzeitig in Gunst stehenden Adelsfamilie, leider ohne Ausstattung oder Ausbauten, aber sehr eindrucksvoll durch seine Verspieltheit und Größe und einzelne schöne Details. Man kann durch die üblichen dunklen, steilen Treppenaufgänge bis aufs Dach gelangen und hat eine tollen Blick ins Umland. Auf dem Dach viele kleine Pavillons, überall im Inneren Lichtachsen durchs halbe Gebäude. In der Umgebung stehen eine Vielzahl kleiner alter Ruinen rum.

Hinter dem Palast liegt eine kleine hinduistische Einsiedelei, wie aus einem mittelalterlichen Gemälde, mit großem Felsen, krummem Baum u.s.w.. Aus einem Megaphon ertönt hier die ganze Zeit ein eintöniger Singsang und beschallt die gesamte Gegend, alles zusammen ist praktisch ein Gesamtkunstwerk. Neben dem Palast finde ich u.a. ein altes Badehaus mit schönen Gewölben, davon eins mit einem Loch in der Mitte, woher kenne ich das bloss? Auf dem ganzen Gelände sind unglaublich viele Arbeiten im Gange. Überall sind BauarbeiterInnen unterwegs. In den ganzen angrenzenden Besuchsgebäuden scheinen diese     auch zu leben und zu schlafen, hier liegen überall Kleidung und Liegeflächen rum. Es ist wie immer, Unmengen an bunt gekleideten Frauen schleppen schwere Gegenstände oder Schalen auf dem Kopf mit Sand und Mörtel, die Männer machen Männersachen, rumstehen, quatschen, leichte Putzarbeiten. Im nächsten kleineren Gebäude, ein Haus für die Mätresse, werde ich erstmal überfallen von einer Meute aus 6 ca. faustgroße Welpen. Zum Glück kommen die noch nicht die Stufen hoch, bemühen sich aber sehr. Im Obergeschoss ein paar nette Wandmalereien mit Damen der Gesellschaft und virilen Männern zu Pferd. Ich sehe vor dem Gebäude das erste Ochsengespann, als ich es fotografieren will, wird mir das allerdings untersagt.

Das letzte riesige Palastgebäude, Raj Mahal, ist ebenfallls sehr schön, auch hier kommt man über die diversen Stockwerke auf verschlungenen schummrigen Pfaden bis auf Dach. Zwischendurch entedecke ich hier jedoch auch noch mehrer Räume mit gut erhaltenen Wand- und Deckenmalereien. 2 Räume sind offensichtlich mit religiösen Motiven aus dem Ramayana ausgefüllt, einige Details kenne ich schon aus Angkor Wat, z.B.das ziehen der großen Schlange und d    adurch die Quirlung des Milchozeans. In den Obergeschossen sind d    egegen eher  Ornamente und vermutlich höfische Szenen zu sehen. Vor dem Gebäude gucke ich mir noch eine sehr düstere Säulenhalle an, laut Auszeichnung eine Art Gerichtsstand, und finde auch hier in der z.T. schwarzen, halb verfallenen Decke schon etwas desolate aber trotzdem sehr schöne Malereien. Ich ertappe mich, wie ich leicht vor mich hinstöhne, weil das alles so schön ist. Das ganze hat ca. 4,5 Stunden gedauert. Ich war überwiegend     alleine. Einzelne Reisegruppen fielen nur punktuell ein und verschwanden meist schnell wieder. Mir ist bei meiner Inspektion aufgefallen, dass die Treppen unmögliche Trittmaße haben, teilweise Stufenhöhen bis zu 50 cm, die Durchgangshöhen viel zu niedrig sind und die Geländer- und Brüstungshöhen absolut unzureichend. Das pranger ich an.

Kurz noch durchs verwilderte Gelände mit anderen kleineren Ruinen, ich überlege die ganze Zeit was Caspar David Friedrich daraus gemacht hätte. Vereinzelt springen hier auch Affen durchs Unterholz, diese sind allerdings ganz schön groß, so dass ich respektvoll Abstand halte. Noch ein Aussichtspunkt am Fluss, dann

laufe ich durch den Markt zurück, inzwischen haben sich hier lange sitzende Reihen an Bettlern, bestehend aus älteren Frauen und heiligen Männern, aufgebaut und nehme an einem Strassenstrand Gemüsepakora, Samosa und einer Art Kartoffelbreiteilchen, welches dann aber nach der Bestellung mit der Hand zerdrückt und auf der großen heissen Kochplatte mit diversen Zutaten wie Zwiebeln, Kichererbsen und einigem undefinierbarem zusammengebraten wird. Am Ende kommt noch Garam Masala und eine Art Zuckerrübensirup rauf. Gewöhnungsbedürftig aber essbar. Nachdem ich mir noch Chilliesoße für die Samosa geholt habe ist alles gut. Allerdings habe ich gesehen wie die Samosas hergestellt werden, zum Zusammenkleben wird immerhin keine Spucke genommen, aber Wasser aus dem Hahn. Ich gehe aber mal davon aus, das beim frittieren genug Hitze erzeugt wird.

Powernap im Zimmer und dann in die andere Richtung zu einem etwas ausserhalb liegenden Tempel. Dieser hat eine ungewöhnliche, weil dreieckige Form. Mehrere Etagen mit langen Gängen um einen zentralen hohen Turm und alle Gänge sind mit meist gut erhaltenen und zum Teil herzallerliebsten Wand- und Deckenmalerein versehen. Neben den üblichen Kriegs- und Jagszenen sowie Tieren und floralen Verzierungen gibt es auch einige schöne Abbildungen vom 'Maharaja un sine fru' in verschiedenen unverfänglichen häuslichen Situationen, zumindest meine freie Interpretation, ich habe ja keinen Führer. Außerdem einige starke Männer beim Ringkampf in neckigen Sporthosen und im Heiligtum ein seltsames Sockenmonster.  Eine äußerst bedenkliche Treppenkonstruktion in den mittigen Turm verwerfe ich, da ich bezweifle, dass meine Krankenkasse dafür aufkommt.

Zuletzt wander ich zum Fluss, hier stehen 15 Cenotaphen, also leerstehende symbolische Gräber der alten Herrscher, wenn ich das richtig verstanden habe. Ich bin etwas enttäuscht, da die wassernahen Gebäude auf einer großen Betonfläche stehen und vor dem ganzen die üblichen Bauarbeiten mit viel Staub stattfinden. Trotzdem ist die Stimmung im Sonnenuntergang und der kommenden Dämmerung am Fluss ganz schön. Nebenan ist noch ein abgetrennter Bereich mit weiteren Gebäude in einem gepflegten Garten. Unter Papageiengekreisch wander ich kurz herum, leider kann man hier nicht auf die Dächer. Sehe immerhin noch einen großen Geier, der auf einen der Cenotaphen fliegt, sich dann aber leider nicht mehr bewegt.

Ich beschließe etwas zu essen und laufe hinter einer sehr disziplinierten Ziegenherde zur Nr 1 in TripAdvisor. Chef ist ein Mann den ich am Fluss bereits kurz getroffen habe, weil er dort sein neues Fahrrad ausprobiert und es mir auch sofort anbietet. Er ist sehr kommunikativ, um es vorsichtig auszudrücken, aber auch wirklich nett. Ich erfahre, dass er nie eine Schule besucht hat, sondern schon als Kind in einem Guesthouse gearbeitet hat, er eine Beziehung zu einer 69 Jahre alten Schweizerin hatte, das auf die Auskunft, dass meine Freundin älter ist als ich, dass er eine arrangierte Heirat eingegangen ist und dass seine Frau schwanger ist. Dies alles bei einem Gemüsecurry und 2 Bier.

Irgendwann löse ich mich und wanke nach Hause, ich bin jetzt bestimmt 9 Stunden rumgelaufen. Kurze Lagebesprechung mit Berlin und erfüllt ins Bett. Das Lagezentrum konnte mir leider auch nicht helfen bei der Frage, ob ich noch einen Tag bleibe. Der örtliche Zug kommt um 7:20 und fährt 5 Stunden nach Khajuaro zu den berühmten 'Pornotempeln'. Ich werde einfach am Morgen prüfen, ob ich dafür bereit bin.


nächstes ziel:  Unbekannt

Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020
0 Kommentar[e] lesen/ eintragen   nachricht an boris | _ _ _ _ _
Eintrag vorhernach obennächster Eintrag

Kommentare - Beitrag

Keine Kommentare vorhanden...
Orchha | indien | Mittwoch - 22.01.2020 - 18:08 - GOOGLE MAPS 
17 Wartetag

Die Literatur-Standardfloskel, 'irgendwo bellte ein Hund', bekommt eine völlig neue Bedeutung für mich, als ich um 4 Uhr wach werde, da ca. 5 Hunde direkt neben meinem Zimmer rumbellen und jaulen, 1,5 Stunden lang. Da die Klimaanlage direkt über dem Kopfteil meines Bettes praktisch nur aus einem großen Loch in der Wand besteht, klang das tatsächlich, als wären die in meinem Zimmer. Trotzdem früh rausgekommen und noch ein Eilfrühstück genommen. Vor dem Haus totaler Nebel, womöglich noch schlimmer als gestern. Sehe gar keine Fahrzeuge finde aber nach 80 m genau ein einziges tuktuk, kurze Verhandlung, schon aus Prinzip, und bin auf dem Weg. Bereue schnell die dezente Andeutung, dass mein Zug bald fährt. Die Sicht liegt bei 10 m, so wie alle trotzdem rasen schält sich immer erst kurz vor dem Zusammenstoß ein Schemen aus dem Dunst. Dazwischen unbeleuchtete Fahrräder, Kühe und überraschend viele Jogger in kürzester Sportkleidung bei 8°C, Respekt.

Am Banhhof gibts genug Leuchtanzeigen, so dass ich meinen Bahnsteig finde. Die ersten Bettler beziehen gerade ihre Stellung und legen sich in der Kälte auf den Fussboden, das sind vor allem alte, knöcherne Frauen. Da sie hier alleine sitzen und kein Auflauf droht gebe ich auch etwas.

Neben mir steht irgendwann noch eine englische Reisegruppe. Dann fängt es an, ein Sonderbildschirm nur für Verspätungen zeigt 1h Verzug an. Im Laufe der Zeit wird dieser Wert immer wieder um 30 Minuten angehoben, meist, wenn wir grad fast dran sind, wie deprimierend, bis wir am Ende bei finalen 4 Stunden Verspätung landen. Es gibt keinen Warteraum, so dass alle auf dem kalten, zugigen Bahnsteig rumstehen. Ein Zug der beiden Würzburgerinnen hatte 9 Stunden Verspätung, insofern war ich eigentlich gewarnt, aber es nervt trotzdem. So komme ich immerhin dazu mein Hotel zu buchen. Das, welches ich wollte ist bereits ausgebucht, das nächste ist auf einmal ausgebucht als ich gerade ein Zimmer wählen will. Es gibt im Ort sowieso nichts über 8,9 bei Booking.com und wenn man genau hinschaut, sind auch noch unglaublich viele Fakekritiken drin, so wie überall im Land. Wähle also eins mit 7,7, das habe ich noch nie gemacht glaube ich, aber dafür das Super Deluxe Zimmer und erstmal nur für 1 Nacht.



Zug kommt irgendwann, ich verpasse es fast, da ich es gar nicht mehr ernst nehmen kann, und ich laufe erstmal in die 2. Klasse Aircon, sieht nett, bequem und sauber aus, ich bin aber leider 2. Klasse S. Die ist einen Wagen weiter und unglaublich dreckig. Alle Leute die ausgestiegen sind haben alles was sie in der Hand hatten einfach fallen gelassen, Verpackungen, Obst- und Nussschalen liegen auf dem Boden, mehre Sitzreihen schwimmen in einer undefinierbaren Flüssigkeit. Mein Sitz ist aber soweit in Ordnung und auch halbwegs bequem, es gibt sogar eine Steckdose. Wir fahren 5 Stunden durch eine unspektakuläre, flache Landschaft. Zwischendurch tauchen immer wieder mal Festungs- und Palastruinen auf. Alles wäre in Ordnung, wenn der Zug nicht andauernd an diversen Kleinsthaltestellen lange stehenbleiben würde, das macht es etwas quälend. Eigentlich wäre ich gegen 14:30 angekommen, so lande ich in Jhanzi erst um 17:30, also zum Sonnenuntergang. Ich bin komplett genervt, allerdings geht es mir besser, als ich sehe, dass die Reisegruppe auch im Zug war und genauso gewartet hat. Über diesen Effekt müsste ich vielleicht mal nachdenken, aber geteiltes Leid u.s.w... Außerdem wurde mir also scheinbar kein Looserticket verkauft.

Mein eigentliches Ziel ist leider nochmal 20 km entfernt. Tuktuk gegriffen und ohne große Verhandlung auf unter 50% Prozent des erstgenannten Preises verständigt. Durch die Rushhour und diverse Strassenbaustellen mit riesigen Staubwolken im Dunkeln zum Hotel.

Zimmer ist Super Deluxe, zumindest sauber genug für mich, bis auf die fiese, flauschige Pferdedecke, aber es ist halbwegs groß und der wurmstichige Boiler funktioniert, wie mir eindrücklich versichert wird. Als erstes gibts mal einen Stromausfall und darauf einen laut anspringenden Generator, nach 5 Minuten ist das zum Glück vorbei.



Gehe gleich in der Ort, der besteht im Grunde nur aus einer Strassenkreuzung, und setze mich in das erste Strassenrestaurant, da es hier bis auf wenige Hotels, die ich gar nicht sehe, nichs weiter gibt. Im Hintergrund drohen schon Teile der Ruinen die ich mir morgen ansrhen will. Werde erst ignoriert, dann bekomme ich doch ein vegetarisches Thali und eine Cola. Thali ist ein Sammelcurry aus Salat, kalter Kokosmilchsauce, Reis und 3 Currygerichten. In meinem Fall Dal, das ist immer drin, ein Kartoffelirgendwas und ein Kichererbsenirgendwie. Alles wird auf Anfrage nachgefüllt, also eigentlich ein 'all you can eat'. Da das alle Einheimischen nehmen, kocht das in großen Töpfen auf den diversen Propanflammen, sollte also gut durch sein. Dazu gibts Brot, welches auch nachgereicht wird. Dal mag ich seit Sri Lanka nicht mehr wirklich, aber der Rest ist gut und auch anständig scharf ohne weh zu tun. Heiße Dusche, Bett.

Zur Entspannung noch ein kleines Video zum Thema Verkehr, das die Bayern aus Mumbay geschickt haben und ein paar Fotos von gestern..


nächstes ziel:  Orchha

Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020
2 Kommentar[e] lesen/ eintragen   nachricht an boris | _ _ _ _ _
Eintrag vorhernach obennächster Eintrag

Kommentare - Beitrag

Stefan -
23.01.2020 - 22:06:03 Uhr
Man o man. Das klingt ja nach permanentem Überlebenskampf. Hast du schon abgenommen oder hältst du noch dein Gewicht?
Warum nimmst du nicht den Flieger und fliegst ans Meer zum Strand. Och habe gehört, in Goa soll was gehen.
Bleib tapfer. Stefan
Nicole -
22.01.2020 - 21:21:00 Uhr
Boris, Du bist echt tapfer! Ich bin gespannt, was in Orchha auf Dich wartet. Jedenfalls hat der Taj Mahal Nebel es heute bis hierher geschafft.
Agra | Indien | Mittwoch - 22.01.2020 - 02:24 - GOOGLE MAPS 
16 Fast das Taj Mahal gesehen

Das war ein langer, aber erfolgreicher Tag. Früh aufgewacht, da das Restaurant auf meinem Flur unbedingt Musikbegleitung beim rumstehen braucht. Sehe, dass meine Geräte über Nacht nicht geladen haben, das ist ärgerlich, da ich beide Handys abwechselnd brauche und nutze. Dann kommt kein Warmwasser. Ich renne ziemlich sauer runter zur Rezeption, gar nicht meine Art, der Einchecker von gestern Abend kommt ins Zimmer, ruckelt am Stecker, Strom geht, dreht am Hahn, Warmwasser kommt. Merke abends, dass das Wasser tatsächlich ein paar Minuten braucht, aber dann wirklich heiß wird, ungewöhnlich. Wasche mir mit dem bezaubernden Pfirsichshampoo die Haare und bekomme Frühstück. Die angepriesene Dachterasse mit Taj-Blick ist eine vermüllte Baustelle.



Es ist total nebelig, diesig, aber ich denke, dass sich das sicherlich bald verzieht, also gehe ich gegen 8:30 los. Merke bald, dass es ziemlich kalt ist, 10°C habe ich unterschätzt. Im Laufe des Tages sollen es 19° werden, habe natürlich auch den Flies nicht mit und mein Tuch vergessen. Laufe im Nebel ca. 5 Minuten zum Taj Mahal. Teures Ticket und rein. Die obligatorische Durchleuchtung und Abtastung ist diesmal konsequenter, alles wird hinterfragt, meine kleine Taschenlampe ist grenzwertig, mein Tablet zweifelhaft, die beiden Mandarinen werden leider verhaftet, no food, die Kekse haben sie aber nicht gefunden. Das Eingangstor ist sicherlich grandios, aber leider nicht zu sehen, die Sichtweite beträgt gefühlt 15 m. Eine Atmosphäre wie in einem 70er Jahre Horrorfilm, oder wie in 'Wenn die Gondeln Trauer tragen'. Nach dem Tor ist wirklich nichts zu sehen, irgendwo müsste das Taj Mahal sein aber man siehts nicht. Alle starren angespannt in den Dunst. Am angelegten, marmorgesäumten Wasserlauf schiessen die wenigen Anwesenden die ganzen ikonografischen Bilder, nur leider ohne Taj Mahal, das sieht sehr lustig aus. Da man eh nichts sieht, entscheide ich mich auch ins Gebäude reinzugehen. Nochmal Eintritt, Schuhschoner an und auf die eigentliche Plattform. Aus der Nähe taucht das Gebäude irgendwann auf, die Spitzen der Minarette liegen allerdings immer noch im Dunst. Das Gebäude ist aus einem sehr feinen weißen Marmor mit vielen Einleigearbeiten und sieht eigentlich etwas clean aus. Im Inneren darf man nicht fotografieren. Es gibt eine große Grabkammer mit 2 Sarkophagen, groß und klein. Diese sind eingefasst mit sehr schönen luftigen Marmortrennwänden. Die Wände im gesamten Gebäude sind wohl mit einer Unmenge an Edel- und Halbedelsteinen belegt, aber alles wirkt sehr kühl, ist aber natürlich auch ein Grabmahl und kein Wohnzimmer. Hinten raus, mehrmals umrundet. Inzwischen kommen doch etwas mehr Besucher, alle hoffen auf ein bisschen Sonne. Ich auch, meine Haare sind immer noch naß und es einfach nur kalt, ich hoffe ich vertrage das. Gegen 9:30 ist langsam etwas zu erkennen, aber richtig klar wirds heute nicht mehr, meine Meinung. Die Aussenwirkung des Baus ist schon toll, sehr harmonisch, dazu der schöne Park, aber mir fehlt ein wenig das morbide. Papageien kreischen, Hörnchen keckern und bespringen die Leute, kleine weisse Reiherartige schreiten majestätisch über den Rasen, über allem kreisen wieder mittlere Greifvögel. Da die Tickets nur 3 Stunden gelten muss ich sowieso irgendwann raus. Ich gucke mir noch ein wenig den Kampf um die Fotostellplätze an, alle machen ihre signature-moves, Arme zur Seite, Victoryzeichen, Jacken aus und klassische Gewänder an, aber nur kurz, dann wieder in die Winterklamotten. Ich stelle mich manchmal auch einfach mitten rein und wander dann langsam aus dem Gelände.



Tausche nebenan in einem Stoffladen spontan 200€, ich muss langsam mal was loswerden, ich habe viel zu viel Bargeld mitgenommen, und fahre mit einem Tuktuk zum Red Fort. Sehe zum ersten mal ein kleines Fohlen durch die Menge schlendern und einen großen Taubenschwarm, in den sich ein paar grüne Papageien geschummelt haben. Inzwischen wird mir klar, dass dieser Ort für Touristen etwas anstrengender ist als alles bisherige, die selbsternannten Führer, die Fahrer und die Händler sind sehr viel hartnäckiger und laufen einem manchmal minutenlang nach. Offensichtlich haben sie alle auch eine psychologische Schulung erhalten, es kommen immer wieder Argumente wie, 'sind doch nur 2 Euro', 'jetzt reist du so weit und wirst nichts verstehen im Fort', u.s.w.. Beim Abtasten am Eingang werden mir jetzt auch die Kekse abgenommen. Das Fort ist groß, ganz aus rotem Stein und innen zum Teil aus Marmor, es hat einen Burggraben und eine Zugbrücke, ganz wie ein kleiner Junge sich eine Burg vorstellt, und es hat seine Momente, ein paar schöne Fassaden und Blumeneinlegeabeiten, aber es gibt keine wirklichen Innenräume, alles wirkt ein wenig aufgelassen und in einige Teile kommt man nicht rein. Draussen eine Baustelle und eine junge Frau, die den Mörtel auf dem Kopf hinträgt.



Da mich die Stadt etwas nervt und es noch relativ früh ist, entscheide ich mich, mit einem local bus zu einem 30 km entfernten Ort zu fahren. Dort gibt es eine Geisterstadt aus dem 16. Jhrd., welche von einem der größten Mogule gebaut und teilweise bezogen, aber nach kurzer Zeit, 15 Jahre, wegen Wassermangel wieder verlassen wurde. Elektro-Tuktuk zum staubigen local Busbahnhof, es siehtveher aus wie ein Schrottplatz. Über und unter den Bussen überall Affen. Der Bus nach Fatehpur steht schon bereit und fährt in 20 Minuten ab. Er ist wirklich dreckig, kann mich gar nicht entscheiden wo ich mich hinsetzen will, und anfassen will ich sowieso nichts. Wir rattern eine gute Stunde hupend durchs Land und kommen mitten im Ortsmarkt an. Die Sehenswürdigkeiten von Fatehpur Sikri sind zum Glück direkt begehbar. Zunächst am höchsten Punkt eine riesige Moscheeanlage, die flächenmäßig größte in ganz Indien. Eine extrem steile Treppe ohne ordentliches Trittmaß führt rauf zum gewaltigen Eingangstor mit mehreren kleinen Dachpavillons, in der Mitte von Mauern eingefasst ein riesiger Platz. Sehr schön. In die Mauern integriert verschiedene Tore und Gebäude. Barfuß auf den Platz, hier sind die Händler nochmal hartnäckiger, liegt vielleicht daran, dass hier höchstens 5 Westler unterwegs sind, der Rest sind Einheimische. Kaufe fast ein Schachspiel, da es mich an eins aus meiner Kindheit erinnert, im weggehen werden aus 50 Rupien, 30, dann 10, wenn ich richtig verstanden habe. Das wären dann ca. 12 Cent, ich muss noch darüber nachdenken, ob das ethisch akzeptabel wäre das zu kaufen, es ist einfach viel zu billig. Andere Händler sehen mich über den ganzen Platz, steuern mich ebenfalls an, geben mir gute Besichtigungstipps und versuchen mir dann Steinelefanten zu verkaufen, aber ich kann wiederstehen. In einemkleinen Marmormausoleum darf man nicht fotografieren und ich gehe vorsichtshalber auch nicht rein. Daneben eine vermutete düstere Begräbnisstätte. Als Highlight entpuppt sich ein gedachtes Seitentor als die Freitagmoschee mit wunderbaren Wanddekorationen und mehreren Säulenhallen sowie dem seitlich angeordneten Frauenbetbereich, alles schummrig in düsterem rotem Licht durch die verwendeten roten Steine. Raus aus der Moschee und 300 m zum verlassenen Teil, Eintritt und Durchleuchtung. Es gibt den verlassenen Palast und mehrere Gebäude zu sehen. Alles aus dem gleichen roten Stein wie die Moschee. Relativ leer und entspannt. Überall wird gewerkelt, z.T. sehe ich richtige Steinmetzarbeiten. Einige Gebäude sind komplett freigeräumt und pur, es gibt aber auch einige feingehauene Steinfassaden zu sehen. Ein kleiner Zierteich darf nicht fehlen. In einem Gebäude eine seltsame Mittelsäule mit kopfseitigen kreuzartig angeordneten Stegen, absolut unverständlich, hätte ich nur einen Führer genommen. Es macht trotzdem einfach Spass hier durchzulaufen. Anschließend zurück zum Bus. Kaufe auf dem Markt eine gerade frisch hergestellte Samosa. Kommunikation war allerdings schwierig, am Ende ist sie doch nicht vegetarisch sondern mit Hack gefüllt, schmeckt aber auch sehr gut. Anschließend noch 2 Süßigkeiten von einem Mann der mitten in seiner Auslage sitzt. Nehme Kekse aus einem kleinen Glasschrank, die wenigstens etwas vor dem Staub und den Abgasen geschützt rumliegen. Es sind eine Art trockene Buiscuitkekse mit indischer Würzung, also Kreuzkümmel, Kurkuma, Kardamon und vermutlich viele andere. Der Bus wird voll, aber die Rückfahrt ist anstrengend. Wir stehen 20 min an einer Mautstelle, neben uns schleppt ein Autokran einen Bus ab, als der Kran startet und Gas gibt, wird eine dunkle, stinkende Abgaswolke in unsere Bus gedrückt, es wird dunkel, man kann kaum noch atmen. Die junge Frau neben mir erbricht sich gleich, zum Glück aus dem Fenster. Danach gehts mühsam durch den Abendstau zurück nach Agra. Da mich dIe Stadt nervt fahre ich zum Bahnhof und versuche ein Zugticket für den nächsten Tag zu bekommen. Ich habe mehrere Male die Fakten zur Bahnorganisation in Indien gelesen, aber habe es nicht verstanden. Es gibt zig verschiedene Kontingente und Reservierungen und Wartelisten. Eine Registrierung im Onlinesxsrem ist mir nicht gelungen, da meine indische Handynummer bereits registriert ist und mein Mailverkehr mit der Bahn hat nichts gebracht, sie wollen einen Kaufbeleg, den ich nicht habe. Ich muss also analog kaufen. Im Bahnhof ist kaum etwas auf englisch ausgeschildert. Bin erst am falschen Schalter, scheinbar für die absoluten Last minute Fälle. Am anderen Ende ein neuer Versuch, gehe zum Schalter für Tourists und Freedom Fighters, stehe 15 min an, fülle mein Formular aus, soweit ich kann und komme ran. Werde sehr nett behandelt, anders als die locals neben mir, das ist ein wenig unangenehm. Bekomme jedenfalls nach kurzem Gespräch ein Ticket für nächsten Morgen um 8:30, diesmal vermutlich aber Holzklasse, da kein ac. Ich bin gespannt. Lange, sehr lange, sehr heisse Dusche und mittelmäßiges Sahneschleimcurry im Hotel, da es hier in der Gegend keine Auswahl gibt und ich zu kaputt und verfroren bin um noch woanders hinzufahren. Ohne Bier ins Bett, sicherheitshalber.


nächstes ziel:  Orchha

Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020
0 Kommentar[e] lesen/ eintragen   nachricht an boris | _ _ _ _ _
Eintrag vorhernach obennächster Eintrag

Kommentare - Beitrag

Keine Kommentare vorhanden...
Agra | Indien | Montag - 20.01.2020 - 18:56 - GOOGLE MAPS 
15 Reisetag

Es ist nicht klar wo ich heute abend lande, ein richtiger Reisetag. Morgens wird wieder eine Ziegenherde durch die Strasse gescheucht. Nach dem Frühstück auf der Dachterasse habe ich tatsächlich nur 7,2 € bezahlt, da war das Frühstück sogar mit drin und bis auf das Bett war es in Ordnung, ich weiß aber nicht, ob ich als Frau alleine dort gerne eingecheckt hätte. Der Eigner war kommunikativ und nicht unangenehm, aber irgendwie hing immer eine Gruppe junger und mittlerer Inder auf dem Dach oder vor dem Haus rum.

Der Boss besorgt mir ein Taxi zum 13 km entfernten Flughafen, für 8,4€, vermutlich überteuert, aber ich habe keine Lust zu diskutieren. Der Taxifahrer erzählt was von Bauarbeiten und biegt irgendwann auf eine Steinpiste in die Wüste ein, da verspanne ich mich kurz, bis uns ein Haufen Taxis entgegenkommt, scheinbar doch der normale Weg. Ein Gespräch über Hitler verweigere ich einfach mal, er hat wohl keine Ahnung wovon er redet. Kleiner Flughafen mitten in der Steinwüste, ich habe alles in einen Rucksack gepackt und reise nur mit Handgepäck. Werde 2 mal gecheckt und abgetastet, überall Leute mit Maschinengewehr, evtl. wegen der Nähe zu Pakistan. Flieger hat 50 Minuten Verspätung. Dann in Delhi mit dem Shuttle, wahrscheinlich der älteste Bus der Welt, ich erwarte jeden Moment, dass er wie in einer Explosionszeichnung in seine Einzelteile zerfällt, zum Metro Express. In wenigen Stationen zur Trainstation New Delhi. Dazu gibt es im Netz haufenweise Horrorgeschichten, über Touristen, die hier stundenlang nicht mehr rauskamen und immer wieder verschleppt wurden, von Reisebüro zu Reisebüro. Ich muss einmal quer durch zum Steig 1, schlage mich durch die Schlepper, laufe die zig Bahnsteige lang und finde ohne Probleme das International Tourist Bureau, ein großer Raum mit dem Charme einer Mitropagaststätte im Nirgendwo in den 70ern. Es ist ruhig, alles schläft scheinbar. Aber 4 Schalter sind besetzt, sie bewegen sich nur kaum. Ich ziehe eine Wartenummer, fülle schonmal das Formular aus und bin nach 5 Minuten dran, es kann wohl vorkommen, dass man hier mehre Stunden warten muss. Mein Bahnbeamter ist nett und freundlich, er tippt lange auf seiner mittelalterlichen DOS-Eingebemaske herum und gibt mir ein Ticket für 18:40, in ca. 2,5 Stunden, Klasse 3 AC. Er muss mehrfach drucken, und immer alles neu eingeben, Name, Pass etc., weil der laut sirrende Nadeldrucker aus den 80ern sich verdruckt. Habe die Sitzklassen leider nicht mehr im Kopf, aber es ist knapp über der Holzklasse glaube ich. Danach bleibe ich einfach 1 Stunde in einem abgeschabten Ledersofa im Raum sitzen. Ich glaube das ist der ruhigste Raum den ich bisher in Indien erlebt habe. 1 Stunde vor Abfahrt gehe ich raus und gucke ob der Zug kommt und wo er abfährt.

Lasse mir von einer Frau in der Touristinfo den Bahnsteig geben, den sie mühsam aus dem Internet holt. Finde den Bahnsteig und erkenne die Kennzeichnung für meinen Waggon. Es gibt eine Minimal-Leuchtanzeige, die abwechselnd die Zugnummer und den Wagon anzeigt, auf Englisch und Hindi. Was es nicht gibt, ist eine Anzeige der Bahnsteignummer, die ist nur auf der Überführung zu sehen. Auf dem Bahnsteig ist es unglaublich voll, ich bezweifel, dass diese Menge in 2 Züge passt. Der Zug auf dem Nachbargleis fährt ein, da hängen such schon Leute an die Türen, vermutlich haben sie keine Platzkarten. Mein Waggon ist entspannt, ich finde meinen Sitz bzw. meine Liege. Es sind insgesamt 4 Liegen möglich in 2 Lagen übereinander. Eine Klasse drunter wären es 3 Lagen, das ist dann bei voller Besetzung etwas klaustrophobisch. Die Rücklehne würde man dann hochklappen. Mit mir sitzt nur ein junger Inder, wir legen uns irgendwann unten hin und ich dämmere 2,5 Stunden vor mich hin. Es gibt grobe Decken und ein bezogenes Kopfkissen, aber keine Vorhänge, die erkauft man sich erst in der nächsthöheren Klasse. Ein Mann mit Pistole am Gürtel patrolliert die ganze Zeit durch den Zug.

Komme an und nehme ein Prepaidtaxi. Hotel ist eine Bruchbude in einer Nichtgegend. Die Kritiken waren eigentlich nicht schlecht, aber alles ist runtergekommen und von draußen klingt laute Musik rein. Gehe nochmal raus gucken, aber das schein ein weitestgehend künstlich angelegtes Viertel als Seitenzugang zum Taj Mahal zu sein, dafür bin ich nah dran. Ohne Süßigkeiten ins Bett.


nächstes ziel:  Agra

Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020Asien 2020
0 Kommentar[e] lesen/ eintragen   nachricht an boris | _ _ _ _ _
Eintrag vorhernach obennächster Eintrag

Kommentare - Beitrag

Keine Kommentare vorhanden...

    39 Einträge     Seite 1   
1   2   3   4   5   6   7   8   

16189

  Route

  Kalender

Kalender

  January 2020
 <<     >> 
M T W T F S S
1 2 3 4 5
7 11
15 18
21 23 26
29  

Index/Einträge