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nr  36
berlin-Wednesday 21.4.2004, 14:19
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hitzewelle ueber chicago
das glueck mit dem wetter blieb mir auch in chicago treu. ich durfte eines der waermsten aprilwochenenden bei 30 grad und sonne erleben. sehr ungewoehnlich fuer the windy town. daher verlief der letzte ausflug eher gemaechlich. einmal rauf auf das john hangkok center (eines der hoechsten buerogebaeude der welt), ein bisschen shopping in downtown und ausruhen am pudersandstrand vor der skyline am michigan see.
das treffen mit meinen freund louis und seiner lieben frau iska fiel leider ins wasser, da beide noch im urlaub waren. gruss von hier an euch nach detroit.
zu untergehender sonne fuhr ich mit dem city train und teilweise den wagen voller chicago bugs fans (eishockey) raus zum flughafen. ohne ausreiseprobleme und sehr entspannt flog ich richtung europa und traf am montagnachmittag, den 19. april ausgeruht wieder in berlin ein.
ein resumee, das heisst auch eine kleine kurzbeurteilung zu den stationen bzw. die beantwortung der mir im urlaub am meist gestellten frage, in welchem land es mir am besten gefallen haette, folgt demnaechst noch zum abschluss.
und natuerlich stelle ich auch die schoensten reisebilder auf diese seite...

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nr  35
chicago-Sunday 18.4.2004, 7:24
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abenteuer greyhound
ich hatte bis zum schluss gezweifelt, ob ich mir nicht doch lieber ein amtrak (us eisenbahn) ticket besorge. der entspannung wegen. letztlich hatte ich aber schon das greyhound bus ticket fuer unschlagbare 65 us dollar von denver nach chicago gekauft (1100 meilen = 1800 km). und es war nicht umtauschbar. ausserdem wollte ich dieses abenteuer greyhound mal leibhaftig miterleben... und ich wurde nicht entaeuscht.
in denver hatte ich nur vier stunden. ich lief ein paar mal die alte downtown ab, ass etwas und wollte meinen rueckflug reconfirmen. die geschaefte hatten aber alle ab 5:00 geschlossen. es ging also nicht viel in denver. schoener kontrast zwischen alten backsteinhaeusern und neuen wolkenkratzern. mehr sah ich nicht.
um sieben ging dann der bus. ich fand nur noch im hinteren bereich einen platz, da ich als letzter einstieg. ich fand mich zwischen einer reihe von dunkelhaeutigen jungs und maedels sowie mexikanisch abstammenden wieder. ein krankes schwarzes zwei (oder so) jaehriges maedchen sass hinter mir. sie musste staendig kotzen und erstickte fast dabei. mutter und freunde schnauzten die kleine voll oder sangen freudig rapper songs aus ihren diskmans nach.
nach zwei stunden fahrt auf dem highway gingen dem bus vorne ploetzlich die scheinwerfer aus. er machte eine sehr unkonventionelle vollbremsung und dann im bus festbeleuchtung. der fahrer erklaerte den passagieren, dass wir zwei stunden auf den ersatzbus warten muessen und von dem highway runter zur naechsten auffahrt laufen muessen. wir folgten den hingebellten anweisungen. der ersatzbus war puenktlich. wir setzten die fahrt gegen mitternacht fort. ich hatte meinen platz nun im mittleren bereich und hatte viel beinfreiheit. ich schlief ganz gut. gegen drei war zwischenstopp mit einkaufsmoeglichkeit. ich hatte lust auf ein bier. als ich es in den bus tragen wollte wurde ich ordentlich zurechtgewiesen und das naechste mal laesst er mich draussen, meinte der driver...
wir hielten in omaha gegen morgen mit 2h pause. ich wollte unbedingt mal nach omaha. mitten in den usa, nebraska. von den counting crows einst als langweiligste stadt amerikas besungen. der fahrer wechselte. ein sie. sie erlitt einen tobsuchtsanfall, als ein passagier die von ihr in der pause zurechtgestellten sitzreihen fuer einen rollstuhlfahrer hinter ihrem ruecken wieder zurueckschob. trotzdem ging es entspannt weiter und mit drei stunden verspaetung trafen wir gegen sieben in chicago ein. ich hatte mir zum glueck irgendwo in san diego eine nummer eines hostels in chicago rausgeschrieben. ich rief an, reservierte und fuhr raus nach lincoln quarter. schoenes altes hostel. backstein. das ganze quarter ist in altem backsteingemaeuer. die kneipen und clubgegend. und hier geht offenbar einiges...
ein australier lag in meinem dorm. ich ueberredete ihn auf ein bier im pub. er hatte allerdings halsschmerzen. so sind wir jetzt kurz nach mitternacht wieder zurueck und ich noch mal im netz.
morgen ist dann also mein letzter tag der reise. chicago.
und abends um neun fliegt die britsh airways mich dann wieder nach berlin zurueck...

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nr  34
nationalparks in utah, colorado und arizona-Sunday 18.4.2004, 4:39
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einsame welt und endlich schnee
in santa fe war ich stehen geblieben. also. ich fuhr von dort weiter nach albuquerqui, eine aehnliche alte indianerstadt. gepraegt von der adobe architektur, zumindest im zentrum. dass heisst unkonvetionell gestaltete gebaeude mit abgerundeten hausecken, ovalen fenstern, puppenhausartige etagen und alle in einem dunklen ocker. der kontrst zum blauen himmel ist enorm.
dazwischen missionarische gebaeude aus dem alten spanien. das alles wird von den amis sehr gepflegt und touristisch ausgeschlachtet. das hat am meisten genervt. die alten pueblo doerfer zum sonnenuntergang waren unspektakulaer. das billige motel in gallop an der route 66 ebenso. dafuer hat das umfeld gestimmt, so wie beschrieben. billige motels, reklame schilder von allem moeglichem, etwa 10 meilen entlang der route. gegenueber die eisenbahnschienen, die gallop ende des 19 jahrhunderts erreichten. das alles in der einoede.
der naechste morgen (donnerstag) begann wieder frueh. ich war der erste im nationalpark painted desert forest. dort lagen auf grosser flaeche versteinerte baumstaemme umher in einer wueste. die wie in farbe getaucht aussah. irgendwie surealistisch.
das fruehstueck nahm ich an einer holzhuette mit zapfsaeule zu mir. der kaffee war miserabel, der tankwart ein ausgewanderter deutscher (er meinte zu seiner zeit war karlsbad deutsch). ein wenig smalltalk in der morgensonne.
es folgte der chelly canyon. alles sehr beeindruckend. rot weisse felswaende die senkrecht 500 meter nach unten ragen, nur weil dort ein rinnsal entlangfliesst. sonderbar.
mein usa highlight folgte: nach weiteren zwei stunden fahrt erreichte ich das monument valley. die meisten kennen es sicher. die roten bergfelsen mitten in der wuestenlandschaft, kulisse vieler filme (thelma und louise). ich fuhr mit dem wagen durch das valley. ich war beeindruckt, dass man das durfte. aber das macht die amis aus. man kann praktisch bis vor jede kloschuessel mit dem auto fahren...
den letzten nationalpark den ich mir vorgenommen hatte, schaffte ich natuerlich nicht mehr. die entfernungen sind einfach unglaublich. so fuhr ich ueber den four corner (die vier staaten utah, colorado, new mexico und arizona treffen sich dort in einem punkt) und traf spaet in montrose am fusse der rocky mountains ein. motel suchen. bier im liquer laden kaufen (erst beweisen dass ich auch 21 bin), zu taco bell, schlafen.
freitag frueh war ich bereits vor oeffnung des nationalparkes black canyon an den klippen. so konnte ich keinen eintritt zahlen... es war aber zu frueh. man konnte das ende der schlucht und damit den fluss kaum sehen. die sonne war ja gerade erst aufgegangen. fruehstueck in klarer frischer luft in der einsamkeit...
ich fuhr weiter in das rocky mountains nest buena vista. hier hat die luft als letztes aufgehoert bleihaltig zu sein, wenn man meinem buch glauben schenken darf. in den dreissigern oder so. der ort sah jedenfalls danach aus. westernstaedtchen mit weissen bergen und blauem himmel im hintergrund...
ich dachte ich sei schlau und wollte eine abkuerzung fahren. die eingetragene strasse war aber ein noch nicht geoeffneter pass. so fuhr ich mit leicht erhoehter geschwindigkeit die uebliche strasse nach denver rein. zum glueck wurde ich nicht einmal wegen zu schnell fahren angehalten, nur einmal auf dem highway, als ich schlangenlinien fuhr, weil ich nach einer strassenkarte suchte. der polizist dachte ich waere betrunken - um neun uhr morgens.
mike an der tankstelle in denver suburb fuehrte mich nach denver downtown zu budget. ohne ihn waere ich sicher zu spaet angekommen. so war es eine punktlandung und ich gab mein zuverlaessigen buliden ab um mich zum greyhound zu begeben...


nächstes ziel:  denver

 


nr  33
santa fe, new mexico-Wednesday 14.4.2004, 20:45
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indianerkultur
am montag frueh ging es los in richtung wueste. kurz nach san diego kamen die ersten berge und es wurde karg. ein blick zurueck ins tal kaliforniens erinnerte mich an irgendeinen schmalzfilm mit tom cruise... das erste fruehstueck in arizona fand natuerlich an einer kreuzung mit tankstelle statt. um mich herum wueste und brennender planet. man musste schon 3 liter kaffe trinken um die gleich portion koffeein wie bei uns zu erhalten. der highway fuehrte mich bis kurz vor tucson in den saguaro nationalpark. er ist voller kakteen. 10 meter hoch. armleuchterkakteen. filmkulisse und perfektes fotomodell. speziell bei sunset.
ich war noch in den tucson filmstudios in der naehe, wo so einige western filme gedreht wurden. uebernachtung in einem schaebigen motel in tucson.
gegen sechs uhr morgens war ich schon wieder auf der strasse. sonnenaufgang mit alter sapanischer missionskirche aus dem 17. jahrhundert. dann fuhr ich nach tombstone richtung mexikanische grenze. diser ort war seinerzeit wegen seiner gesetzlosigkeit ziemlich gefuerchet (schiesserei wyatt earp gegen die dalton brothers...) als wild western stadt sehr schoen erhalten und fuer den touristen aufpoliert. naja. bisbee ist natuerlicher und man merkt dass dort auch eine menge unterwegs war zur zeit der gold- silber- und kupferfunde. mehr zu empfehlen. damals sehr reich und in einer schlucht gelegen. eine menge amerikanische grenzposten patroillierten in der gegend.
50 meilen lange gerade strassen fuehrten mich mittags nach new mexico. nach las cruces mit einem alten dorf - la mesilla, wo billy the kid 18 nochwas zum tode verurteilt wurde.
danach bekam ich etwas wirklich aussergewoehnliches zu sehen. eine sandwueste mit schneeweissen sandduenen und nichts weiter. der strahlende dunkelblaue himmel ergab dazu einen bemerkenswerten kontrast.
ich hatte bis dahin schon einige meilen im fuss. so bin ich zum sonnenuntergang noch zu einem alten pueblo dorf und wollte mir dann ein motel suchen. da es aber kein vertrauenswuerdiges zu finden gab, fuhr ich noch bis santa fe durch. gegen neun fand ich endlich nach etwa 600 meilen ein bett holte ein paar enchiladas von taco bell unten, ass und fiel in einen traumlosen langen schlaf.
nun bin ich in santa fe. alte indianer - adobe architektur. sehr schoen - die stadt ist wie ein museum. leider auch sehr touristisch.
ich muss sagen die menschen sind sehr nett hier und auch sehr entspannt. fuer einen small talk sind sie ja sowieso immer zu haben. aber die bekannte oberflaechlichkeit ist mir, soweit ich das sagen kann, noch nicht begenet.
jetzt geht es noch nach albuquerqui und in weitere missions- und alte doerfer um abends im alten route 66 ort gallup in einem der legendaeren motels zu uebernachten...

nächstes ziel:  gallup, arizona und monument valley

 


nr  32
tijuana, mexico-Monday 12.4.2004, 7:41
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ausflug nach baja california
santa barbara ist meiner meinung nach wirklich eine der schoensten staedte kaliforniens. der spanische einfluss wird dort streng gepflegt.
los angeles ist dagegen ein molloch. hollywood selbst ist auch kein muss. bin ein bisschen umhergelaufen und war am santa monica beach und venice beach unten. ich war eigentlich froh, wieder raus zu sein.
am abend zuvor (freitag) war ich noch abends weg. u.a. im viper room. bin erst gegen zwolf dagewesen. gegen halb zwei ertoente der erste final call. hollywood klappt um zwei die buergersteige hoch. es ist im land der unbegrenzten moeglichkeiten doch relativ streng. rauchen selbst in clubs und kneipen verboten... ne menge polizei patroulliert.
samstag nachmittag bin ich nach san diego. ein beach hostel, ein bisschen ausserhalb. in meinem zimmer hatte ich zwei jungs aus suedafrika mit ihren surfbrettern. ich ging mit ihnen noch am strand was essen. heute morgen bin ich rein nach san diego und habe ein hostel direkt im gaslampenquarter arrangiert. das ist die altstadt und voll von schicken restaurants und nachtleben. teuer ist es natuerlich alles. bier gibts hier im hostel heute fuer fuenf dollar soviel man will...
nach stadtansehen habe ich mittags noch mal am strand gelegen.
den ostersonntag nachmittag habe ich in mexico verbracht. ich bin mit dem auto nach tijuana rein. grenzstadt. jedoch 100% mexikanisch. in allem. ich hoffe die verspeisten enchiladas und tacos zeigen keine nebenwirkungen...
zwei drei stunden bin ich noch durch die stadt gelaufen und mit dem sonnenuntergang stand ich an der grenze. eine stunde wartezeit. und natuerlich ist es mir gelungen zu den 10% zu gehoeren die gefilzt werden. so fuhr ich raus und sah 15 minuten zu wie mein wagen auseinander gelegt wurde. gegen halb acht war ich wieder in der city.
ich hatte noch die moeglichkeit zum baseball zweite halbzeit san diego gegen san fran zu gehen.
morgen gehts in die wueste nach arizona.

nächstes ziel:  tuscon, usa

 


nr  31
santa barbara, usa-Friday 9.4.2004, 11:35
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bei doris und dan
vor der einreise in die usa hatten mich ja einige gewarnt. aber ich muss sagen, dass ging so ziemlich problemlos. bis auf dass ich ewig lange am einreise- und beim budget schalter anstand konnte ich mich nicht beklagen. noch nix mit fingerabdruecken oder andere schikanen. aber dan sagt, es kommt demnaechst. die autodame bot mir fuer das gleiche geld einen fullsize wagen an, da ich nach einem uebernachtungsfaehigen mobil fragte. als ich den wagen begutachtete und schon 2 minuten brauchte um ihn zu umrunden, liess ichs lieber sein und fahre nun ein sportliches oldsmobile in rot. es ging nach hollywood ein geschenk abgeben und noch eine unterkunft am melrose place, 10 min vom viper room, fuer morgen klarfahren.
ueber l.a. haengt ja immer eine dunstglocke. so war es zwar sonnig, aber der smog steckte ganz schoen in den ecken. und der schreckliche autoverkehr in dieser stadt ist ja weltberuehmt. blumen fuer doris zu bekommen war in hollywood auch nicht einfach. fast eine stunde bin ich umhergefahren um einen laden zu finden. nun kenne ich wenigstens ein paar querstrassen in HW. alle voller fastfood, teure laeden und ein paar clubs. touristen sieht man auch vereinzelt.
so kam ich erst spaet in santa barbara an. doris und dan erwarteten mich sehr freundlich. ich kenne die beiden durch annett und das letzte mal hatte ich sie vor genau 9 jahren gesehen. es gab noch ein kleines abendbrot und zwei bier und noch ein paar geschichten. jetzt sollte ich eigentlich im bett sein. aber in meinem zimmer steht ein pc mit flatrate, brenner und memory kartenleser, was ich alles tollerweise benutzen darf, so dass ich noch ein bisschen zu tun habe.
das war dann wohl der laengste tag meines lebens. er hatte naemlich 19 stunden mehr als sonst. witzig, ich hatte ich hatte zwei mietwagen an einem tag. einen in fiji, einen in usa.
und ihr in D seid mir jetzt 9 stunden voraus!!!

nächstes ziel:  hollywood, usa

 


nr  30
suva, fiji island-Thursday 8.4.2004, 10:49
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die sintflut
also. alles hat sich noch zum guten gewendet.
ich hatte heute morgen daryl aus london von seinem resort abgeholt und wir haben uns auf den weg nach suva, der hauptstadt gemacht. sie liegt auf der anderen seite der insel etwa 200 km von nadi entfernt. es war bergig und gruen, jedoch nur die ersten 20 meter hoehe. die wolken lagen den gesamten tag so tief. es regnete in stroemen und kurz vor suva mussten wir anhalten, da keine scheibenwischer der welt diese scheiben wischen konnte. auf dem rueckweg hatten wir probleme ein dorf zu durchfahren, da es ueberflutet war. (ich sah meinen flieger schon ohne mich nach l.a. starten...) es gelang uns ueber einen umweg und eine stunde zu spaet konnte ich den wagen ohne probleme am airport abgeben.
trotzdem war es sehr schoen und recht spannend und daryl echt ein cooler aufgeschlossener junge (30), allerdings mit einem gemeinen londoner akzent, so dass der tag mich jede menge konzentration kostete.
in einer stunde geht mein flieger. muss mich sputen.
ich verlasse fiji island mit den besten eindruecken.()()()

nächstes ziel:  los angeles, usa

 


nr  29
beachcomber, fiji islands-Wednesday 7.4.2004, 10:49
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in 10 minuten um die insel
beachcomber liegt etwa 20 km vor nadi. daneben liegen noch andere inseln wie treasure island oder bounty island. alle sind etwa so gross dass man sie aus 50 metern entfernung locker auf die kamera bekommt. ein breiter weisser sandstreifen. dahinter eine unscheinbare erhoehung mit gruenpflanzen und ein paar palmen. das alles in einem tuerkisen salzwasser und blauem himmel als hintergrund. mit bula (welcome) und ein paar gitarrenklaengen wurden wir montag morgen auf beachcomber island empfangen. das resort lag in der mitte der insel zwischen ein paar riesigen urwaldblaettern. die unterkunft sah so aus als wenn man ein feldlazarett aus bambus und holz eingerichtet haette. schoen schattig jedenfalls. ueberdacht. und jungs schliefen neben maedels - natuerlich in ihren eigenen betten.$$$ wer das rule breakt, der fliegt konsequent von der insel. diese insel ist also nichts fuer paare. alles war bestens organisiert. die etwa 20 bis 30 stattlichen, sprich kraeftigen polynesierInnen auf der insel kuemmerten sich goettlich um das wohlergehen jedes einzelnen. als ich die unterkunft in berlin zahlte, fand ich es recht teuer, wusste aber nicht, dass ein riesiges fruehstueck-, mittags- und abendbrotbuffet zur verfuegung steht. eat as much as you want. das richtige fuer meinen verstuemmelten magen...
schnorcheln und windsurfen war ebenfalls inbegriffen. die getraenke natuerlich nicht.
ich schaetze, etwa 80 bis 100 backpacker waren auf der insel. alter 20 bis 35. ich gehoerte sozusagen zu den erfahrenen. gut dass ich noch recht jung aussehe.
die bar war mit meeresblick und rum um die uhr gut besetzt.
das schwierigste auf der insel war, sein eigenes ding zu machen. man wird praktisch von dem sprudel aufgesogen. noch drei viere tage laenger und ich haette von jedem auf der insel gewusst woher er/sie kommt und wohin er/sie geht. zwei drittel waren mit around the world unterwegs.
wie liefen die tage ab? ich habe die letzten drei tage vier stunden schlaf gehabt. letzte nacht eigentlich keinen.
die vormittage waren entweder mit schnorcheln oder windsurfen ausgefuellt. den ersten nachmittag hing ich kurz mal am schirm und liess mich in guter hoehe einmal um die insel und zurueck fahren (parasailing). gestern haben wir einen inselhopping ausflug nach castaway island (tom hanks\' verschollen wurde dort gedreht) sowie zu einer groesseren insel unternommen. auf letzterer konnten wir sehen, wie so ein polynesierdorf funktioniert und haben einer schulklasse (8jaehrige) beim englisch lernen zugesehen. der dorfhaeptling empfing uns mit kava, einem moeglicherweise zweifelhaften getraenk (in den meisten laendern verboten), der neben alkohol auch andere sachen beinhalten soll.
die tage waren gut gefuellt. am ersten abend hatte ich mich bereits auf eine englaenderin, einen iren, eine italienerin und einen guy from L.A. festgelegt, mit denen in erster linie angestossen wurde.
das abendprogramm wurde von den kraeftigen burschen hervorragend uebernommen. es gab limbotaenze, andere sehr lustige und unterhaltsame taenze, wo sich die gesellschaft auf kosten weniger mutiger amuesierte. kurz: das bier floss in stroemen. einen hangover hat es zum glueck nicht hinterlassen. gestern begann die lage 5:00 am abend, unterbrochen vom abendbrot. (freche wolken stoerten ploetzlich den bevorstehenden sonnenuntergang). der letzte cocktail ging gegen vier uhr morgens ueber den tisch. duschen. und mit dem sonnenaufgang wurden die championsleagespiele angepfiffen. natuerlich mit meeresrauschen.
heute war ausser ausruhen, sonnenbaden und volleyball nicht mehr drin.
ja. ich kann also nicht sagen dass mir die drei tage missfallen haetten. im gegenteil. der abschied heute abend, der kam irgendwie zu ploetzlich. ich haenge wieder im gleich hostel. im gleichen teuren internetdings wie vor drei abenden.
faye (die englaenderin) ist auch noch hier. sie fliegt morgen frueh. ich habe vorhin meinen mietwagen abgeholt (witzig die fahrt mit dem local bus zum airport) und fahre morgen mal ein bisschen durchs gruene.
ich habe gehoert, es soll nicht so einfach sein von der mainroad abzufahren, da, wenn ich in kleine bergdoerfer komme und da anhalte, mir der jeweilige dorf chief einen ordentlichen einlauf machen wuerde. nun ja ich bau sicher keinen scheiss (ein junge aus london hat interesse mitzukommen), fahre vielleicht zu ein zwei straenden und auch zur hauptsstadt suva, wo ich fuer euch jungs hoffentlich die nationaltrikots von fiji bekomme. es wird aber wohl nur das rugby trikot.
ich denke ich meld mich morgen noch mal.()()()
ein trauriger tourist.

nächstes ziel:  suva, fiji mainland

 


nr  28
nadi, fiji island-Sunday 4.4.2004, 12:54
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suedsee
...das klingt doch mal nach was. nach dem gestrigen spaeten eintrag in auckland gabs im hostel noch eine liveuebertragung vom fa halbfinale manchester gegen arsenal. ende gegen 2:00am. mit sehr begeisterten anhaengern. eine junge franzoesin ist fast ausgerastet, dass die franzosen bei arsenal nichts hinbekommen haben. ich habe mich danach noch in einen irish pub nehmen lassen, so dass ich heute morgen probleme hatte, puenktlich 10:00am auszuchecken. katerfruehstueck bei burgerking mit einer bielefelderin. dann noch mal auf den skytower und in den hafen und dann ging auch schon der flug nach fiji. ich hatte das hostel bei sta gebucht. daher war es zum glueck kein problem hier um 10:00pm noch ein bett zu kriegen. wir wurden vom flughafen abgeholt. ich habe ein dorm, das heisst, ich teile mir das zimmer mit anderen dreien, unter anderem eine schweizerin, die mit mir flog und mit der ich englisch reden muss... die bar ist jetzt noch offen, die maedels und jungs dahinter natuerlich in polynesischer tracht, der pool auf 25 grad. das beer ist trinkbar. morgen frueh muss ich zeitig raus...
endlich auch mal wieder ein bisschen schmuddel. ein bisschen. und offenbar nicht mehr die auf kante geschnittenen rasenflaechen in irgendeiner gottverdammten gegend. prost

nächstes ziel:  beachcomber island, suedsee

 


nr  27
christchurch, NZ-Saturday 3.4.2004, 12:7
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nach mehr als 8 wochen...
...habe ich sozusagen den dritten teil hinter mir. morgen werde ich down under verlassen. heute hat mich bereits mein vater verlassen, der ueber aufenthalte in sydney und hongkong wieder nach hause fliegt. der zweite schwere abschied$$$ die drei wochen mit ihm in australien und neuseeland waren nahezu perfekt. es gab nicht mal ansatzweise irgendwelche probleme. das wetter hat uns verwoehnt und die boliden sind ohne macken durchgelaufen. die komfortablen motels mit teilweise zwei schlafzimmern, kueche und wohnzimmer sowie die ueppigen restaurantabende haben natuerlich kleinere spuren in der haushaltsboerse hinterlassen, aber dafuer kann ich ja beim fastfoodessen in usa wieder sparen.
hinter queenstown haben wir an der legendaeren bruecke angehalten, wo 1988 der erste bungee springer von der dortigen bruecke sprang. mittlerweile ist diese bruecke mit einem kleinen museum voellig dem kommerz erlegen. witzig ist es trotzdem, wie z.b. eine sicherlich 70 jaehrige zaehe dame sich ohne mucks die 43 meter mit seil am fuss hinunterstuerzte.
dann gab es mal wieder etwas ueber den loose zu meckern. unsere uebernachtungsstadt timaru kam im buch als gesichtslos und langweilig weg. das gegenteil war der fall.
vor christchurch bogen wir noch auf die banks peninsula (halbinsel) wo franzosen und deutsche mitte letzten jahrhunderts landeten. das land hatten sie in europa gekauft. als sie dort ankamen, hatten aber englaender den bereich bereits annektiert. trotzdem sieht es sehr franzoesich in akarua aus und die tricolore haengt an fast jeder ecke.
unser gemeinsame letzte abend gehoerte christchurch. oxford und cambridge flair und jede menge restaurants und pubs. freitag abend war wirklich die hoelle los. die leute sassen draussen in der sonne und betranken ihren feierabend. im restaurant lief natuerlich wieder rugby. das ist das thema nummer eins. auch in den normalen nachrichten. die rugby nationalmannschaft und das bevorstehende freundschaftsspiel kangoroos gegen die kiwis.
jetzt haenge ich wieder in auckland. ein voellig anderes bild als vor 11 tagen. es ist samstag und die queenstreet ist voll. natuerlich bin ich wieder im backpacker hostel. auckland ist teuer.
morgen nachmittag fliege ich dann in die suedsee. nach den koerperlichen anstrengungen der letzten wochen ist das auch hoechste zeit, mal die beine auszustrecken...

nächstes ziel:  fiji islands

 


nr  26
queenstown, neuseeland-Wednesday 31.3.2004, 8:41
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fly by wire und whitewater sledging
queenstown ist mit ziemlich grosser wahrscheinlichkeit die hauptstadt des fun und extrem sportes. gestern mittag fuhren wir hier ins tal hinein und am himmel schwebten menschen an schirmen oder flogen sonstwie irgendwo umher. einige aktivitaeten sind bungee jumping (hier in der naehe wurde es ja an einer bruecke erfunden), jetboating, rafting, river surfing, whitewater sledging, canyoning, parasailing, live wire, fly by wire, fallschirmspringen, reiten, mountainbike fahren.
gestern sind wir lediglich ins goldgraeberdorf arrowtown gefahren. wieder atmosphaere wilder westen. heute dagegen bin ich frueh auf und bin fuenf stunden mit einem mountainbike durch die gegend gefahren waehrend vater in den bergen wandern war. allerdings habe ich mir mal wieder zu viel zugetraut. einen tagestrip habe ich in fuenf stunden gesteckt. ich merke hinten noch jede wurzel, jeden stein und jeden anstieg. ich trank unterwegs aus dem wakitaki see, der klar wie leitungswasser ist. ich verlor sicher 20 liter fluessigkeit. es heisst er hat auch trinkwasserqualitaet. veater meinte aber in den seen hier sind irgendwelche hychrochrokotokken oder so. die sollen durchfall machen... ausgelaugt bin ich mit vater dann in ein river jet boat gestiegen um eine stunde lang mit 700 ps und einem weiteren dutzend gaesten in die fluesse zu duesen. teilweise war das wasser nur 10 cm tief. das mit der schraube im wasser hat der fahrer immer hinbekommen. respekt. es hat spass gemacht. der fahrer hat natuerlich jede menge 360 grad drehungen eingebaut, um die aelteren im boot noch mal so richtig auf trab zu bringen...
ein bild steht von uns im netz: www.twinriversjet.co.nz und dann daily photos anklicken. entweder unter 31.03.04 suchen oder die nummer TWJT43311823 eingeben. sind aber wohl erst morgen drin.
den spaeten nachmittag bis ebend verbrachten wir auf dem alten kohledampferschiff TSS earlslow, das mal die einzige verbindung zum anderen seeufer zu goldgraeberzeiten darstellte. also noch etwas geschichte und fuesse hoch.

nächstes ziel:  christchurch, NZ

 


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